GEO EPOCHE PANORAMA
Nr. 07/2016
Hamburg

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Hamburg
Die Geschichte der Stadt in historischen Fotos

Inhaltsverzeichnis

Hamburg
Die Geschichte der Stadt in historischen Fotos

1842: Der Große Brand
1871-1918: Aufbruch in die Moderne
1888: Jahrhundertprojekt Speicherstadt
1918-1945: Neubeginn, Blütezeit, Kriegsjahre
1943: Der Feuersturm
1945-1962: Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Ein Zeitreisender würde auf einem Trip durch Hamburgs Vergangenheit auf zwei Phänomene stoßen, die einander scheinbar widersprechen. Zum einen würden ihm Veränderungen auffallen, die so fundamental sind, dass er bei Abstechern im Abstand weniger Jahre glauben könnte, er wäre nicht in derselben Stadt gelandet. Zum
Nun lässt sich beides - Wandel und Fortbestand - auch anderswo beobachten. Doch so traditionsbewusst und unsentimental zugleich sind wohl nur wenige Metropolen. Zwar wurden Hamburg viele tief greifende Veränderungen durch Katastrophen aufgezwungen. So vernichtete der Brand von 1842 weite Teile der Innenstadt - die anschließend als modernes Zentrum wiederentstand. Und als 50 Jahre später die Cholera in den düsteren Gängevierteln wütete, ließ der Senat manche dieser Slums niederwalzen und an ihrer Stelle breite Straßen, Geschäftshäuser und eine U-Bahn-Strecke erbauen.
Noch dramatischer waren die Folgen, als abermals ein halbes Jahr hundert später der vom NS-Regime begonnene Krieg auf Deutschland zurückfiel und große Teile Hamburgs in wenigen Bombennächten untergingen. Nach 1945 mussten die Stadtväter die besonders schwer getroffenen östlichen Viertel praktisch neu entstehen lassen.
Doch längst nicht alle Wandlungen des Stadtbilds waren die Folge von Schicksalsschlägen; fast ebenso sehr formte kühl kalkulierender Kaufmannsgeist die Handelsmetropole, in der die Chance auf ein gutes Geschäft bis heute vor Bewahrungswillen geht. So ließ Hamburgs Rat 1805 den jahrhundertealten, historisch wertvollen Mariendom abreißen, weil er für seine Erhaltung nicht aufkommen wollte. 1883 mussten zwei Wohnviertel mit 24 000 Einwohnern dem Bau der Speicherstadt weichen. Auch anderswo wurden derart viele historische Gebäude niedergewalzt, dass Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, verbittert von der "Freien und Abrissstadt Hamburg" sprach.
Und noch heute gilt: Wenn etwa der Hafen, das ökonomische Herz der Metropole, Platz benötigt, muss alles andere weichen, so zuletzt das Fischerdorf Altenwerder. Aber es gibt auch Marksteine, die die Zeiten überdauern, etwa die St.-Michaelis-Kirche, Hamburgs Wahrzeichen. Der barocke Bau widersteht seit mehr als 250 Jahren allen Eingriffen der Stadtplaner. Und als er 1906 abbrannte, hielt die Bürgerschaft seine symbolische Bedeutung für so groß, dass sie ihn originalgetreu wieder aufbauen ließ.
Nicht weit entfernt vom "Michel" liegt das Chilehaus. Bei seiner Vollendung 1924 war Deutschlands damals größtes Bürogebäude wegen seiner expressionistischen Architektur eine Sensation - aber zugleich auch Sinnbild für das Traditionsbewusstsein der Hamburger. Denn der scharfkantige Block wurde als bewusste Reminiszenz an die Backsteinbauten der stolzen Hansekaufleute errichtet.
Von diesem Zusammenspiel aus Innovation und Tradition hat sich die Redaktion inspirieren lassen - und das Erscheinungsbild von GEOEPOCHE PANORAMA renoviert. Neu gestaltet sind Farben und Schriften des Umschlags; beibehalten aber haben wir das Grundprinzip der Reihe: Geschichte vor allem in Bildern zu erzählen.
Art.-Nr. 1478145
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